Umgang mit Ärger und Aggression in der Schemathearpie

Samstag, 28.11.20, 9:30 bis 17:30 Uhr

Dozent: Dr. med. Wilhelm Prange, Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie, Köln

Oberarzt an der Abteilung Forensische Psychiatrie I, Köln-Porz. Seit 2013 Aufbau eines berufsgruppenübergreifenden schematherapeutischen Behandlungskonzepts für Persönlichkeitsstörungen. Seit 2015 Zertifizierung als Trainer und Supervisor für Schematherapie durch die Internationale Schematherapie Gesellschaft (ISST e.V.). Arbeitsschwerpunkte: Schematherapie mit Cluster-B und Cluster-C-Persönlichkeitsstörungen, Komorbidität mit Suchterkrankung, Aggressives Verhalten, Sexualstraftäter, Gruppenschematherapie, schematherapeutische Teamsupervision.

Zielgruppe: Ärztliche und Psychologische Psychotherapeuten, die die Basisworkshops 1-3 (Einführung, Imaginations- und Modusarbeit) bereits durchlaufen haben.

Inhalt: Während sich bei Patienten mit Cluster C-Persönlichkeitsstörung typischerweise eine Überregulation von Ärger bzw. ein fehlender Zugang zu eigenen aggressiven Impulsen finden, fallen Patienten mit einer Cluster B-Persönlichkeitsstörung häufiger durch einen unangemessenen Ärgerausdruck auf. Anhaltende Verärgerung, hohe Kränkbarkeit und zynisch-entwertendes Verhalten können die therapeutische Arbeit bei Patienten mit narzisstischen, emotional-instabilen oder dissozialen Zügen im ambulanten und stationären Setting erschweren. Besonders ausgeprägt finden sich diese Muster bei forensischen Patienten, bei denen der Aufbau einer therapeutischen Beziehung häufig zudem noch durch bedrohliches oder aggressives Verhalten erschwert wird. In der schematherapeutischen Fallkonzeption wird aggressives Verhalten in Abhängigkeit von den ihm zugrundeliegenden Ursachen und Motiven unterschiedlichen Modi zugeordnet.

Im Workshop werden die verschiedenen Entstehungsmöglichkeiten dieser Verhaltensmuster besprochen und typische Modus-Modelle dieser Störungsformen anhand von Fallgeschichten erarbeitet. Darüber hinaus werden das therapeutische Vorgehen und die Arbeit mit den hier relevanten Modi erläutert, demonstriert und in Rollenspielen von den Teilnehmern selbst erprobt. Besondere Herausforderungen liegen hier in der Beziehungsgestaltung zum Patienten angesichts dominierender, entwertender, manipulierender oder aggressiver Bewältigungsmodi sowie in der Abgrenzung des ärgerlichen Kind-Modus von verschiedenen ärgerlich-aggressiven Bewältigungsmodi. Die sichere Anwendung Modus spezifischer Interventionen wie Ventilation, empathischer Konfrontation und klarer Grenzsetzung hilft die genannten Probleme zu meistern und eigene Bedürfnisse im Kontakt mit diesen Patienten sicherzustellen. Eigene Fallbeispiele sind im WS willkommen. Erörtert werden auch die für eine erfolgreiche Behandlung bestimmter Modi notwendigen therapeutischen Rahmenbedingungen.

Methoden: Mediengestützter Vortrag, Handout, Arbeit mit Fallbeispielen, Demonstration therapeutischer Techniken, Einüben vorgestellter Techniken in Rollenspielen unter Supervision.

Literatur:

  • Reiss, N., Vogel, F., Knörnschild, C. (2016): Schematherapie bei Patienten mit aggressivem Verhalten. Hogrefe Verlag, Göttingen.
  • Zens, Ch., Jacob, G. (2014): Schwierige Situationen in der Schematherapie. Beltz Verlag, Weinheim.

 



Termin:
Samstag, 28.11.20, 9:30 bis 17:30 Uhr
Preis:
260,00 Euro
Referenten:
Dr. Wilhelm Prange
Kursort:
Mercure Hotel Köln-City
Adresse:
Friesenstraße 44, 50670 Köln (Google Maps ↑)
Plätze:
2 Plätze frei


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